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Presseerklärung -
Liebe, Macht und Leidenschaft
Machtprozesse in der Liebe
In Politik und Wirtschaft bestimmen
überwiegend Männer, der Anteil der Frauen im deutschen
Top-Management liegt unter 3%. Doch im Privatleben haben die Frauen
die Macht längst erobert. Das ist das Ergebnis einer Umfrage
des Berliner Psychotherapeuten Wolfgang Krüger. 90% der
Befragten hätten geäußert, in Beziehungen
würden eher die Frauen bestimmen. Zwar würden in den
‚Koalitionsverhandlungen der Liebe’ 2/3 der Frauen
zunächst nachgeben und sich nach dem Mann richten. Sie
verdrängen das Thema ‚Macht’ und hoffen auf
Harmonie. Trotzdem werden sie vor allem in Haushalt und der
Kindererziehung sowie dem Thema ‚Nähe’ bald mit
Machtfragen konfrontiert. Allerdings sind diese Machtprozesse meist
nicht leicht zu erkennen, da sie eher still und unbemerkt
verlaufen. Da kommt der Partner immer zu spät, vergisst
Termine, rächt sich für die von ihm empfundene
Anspruchshaltung der Frauen. Er fühlt sich bedrängt, wenn
sie wieder ankündigt ‚wir müssen zusammen
reden’. Er zieht sich zurück, wird krank, geht in die
innere Emigration. Auf diese stillen Machtprozesse muss man
geschickt und entschlossen antworten – erkannte bereits der
Machtexperte Machiavelli. Sonst würden eingefahrene Strukturen
entstehen, die sich nur schwer ändern lassen.
Männer werden ohnmächtiger, Frauen
mächtiger
Erfahrungsgemäß werden Männer im Verlauf einer
Liebesbeziehung immer ohnmächtiger, während sich Frauen
die Macht erobern. Dies liegt zunächst daran, dass 2/3 aller
Frauen, aber nur 1/3 aller Männer über gute
Freundschaften verfügen. Männer sind deshalb stärker
auf die Zuwendung ihrer Frau abhängig. Und Macht beruht immer
auf der Abhängigkeit eines Partners betont Krüger in
seinem Buch ‚Liebe, Macht und Leidenschaft’. Frauen
seien deshalb emotional unabhängiger, 70% der Trennungen gehen
von ihnen aus, sie können notfalls auf den Mann verzichten.
Sie verfügen über die größere soziale
Kompetenz, müssen die meiste Arbeit in der Ehe leisten (nur
58% der Männer helfen im Haushalt, nur 5% der Männer
nehmen Erziehungsarbeit) und so erarbeiten sie sich spätestens
nach zwei Jahren die Macht in der Beziehung. Das bedeutet oft
nicht, dass sie ihre Wünsche in der Beziehung umsetzen
können. Aber die Schmerzgrenze der Frauen sinkt und sie
trennen sich wesentlich leichter als Männer. Dafür
verfügen Männer in der ‚Außenbeziehung’
die Macht, sie können sich besser darstellen, unterschreiben
Verträge und erklären den Frauen, wie die Welt
funktioniert.
Wie Machtkämpfe gelingen – das magische
Dreieck
Machtkämpfe gelingen nur, wenn wir das magische Dreieck
verwirklichen:
- Wir müssen lernen Abhängigkeiten vom
Partner zu überwinden und die eigenen Interessen durchsetzen,
aber trotzdem auch sozial denken und über eine gewisse
„Gutmütigkeit“ verfügen. Sonst beginnt immer
ein Zerstörungsprozess, bewusst rächt man sich für
seelische Verletzungen und kränkt den Partner.
- Wir müssen den eigenen Beitrag zu den
Streitigkeiten erkennen und lernen, eher mit dem Leben zu
kämpfen als mit dem Partner.
- Und wichtig ist neben dem Gespräch in der
Partnerschaft auch der Stoßdämpfer der Liebe: der Humor.
Er bewirkt, dass wir nicht verbissen mit dem Partner kämpfen,
sondern über vieles auch verstehend schmunzeln. Für 87%
aller Menschen ist daher bei der Partnerschaftswahl der Humor die
wichtigste Eigenschaft.
Kostenloser Abdruck – auch auszugsweise – bei
Erwähnung des Buches:
Dr. Wolfgang Krüger: Liebe, Macht und Leidenschaft. Herder
Verlag, 9,80 Euro
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