Dr. Wolfgang Krüger
Psychotherapeut und Buchautor

Friede, Freude, Ehekonflikte

 

Obgleich sich 60% der Bevölkerung nach einer Allensbach-Umfrage auf das Weihnachtsfest freuen, steht Weihnachten auf einer Stress-Skala von 1 bis 100  auf Platz 12. Polizei, Beratungsstellen und Rettungsdienste sind rund um die Uhr im Einsatz. Weihnachten bietet nur zu oft Anlass für einen heftigen Ehekrach. In jeder sechsten Deutschen herrscht deshalb zuhause eine angespannte Stimmung, bei 5% vergeht kein Weihnachtsfest ohne handfesten Krach. 1/3 aller Trennungen erfolgen nach dem Weihnachtsfest.

 

  • Hauptursache für diese Konfliktstimmung ist der Beziehungs-Stress. Nachdem man sich monatelang aus dem Weg gegangen ist, haben wir nun die Erwartung, dass es ein Fest des Friedens sein sollte. Unsere Erwartungen an das Weihnachtsfest sind von einer übersteigerten Romantik geprägt. Doch es ist realistisch davon auszugehen, dass wir uns auch am Weihnachtsfest genau wenig verstehen wie sonst.
  • Rechnen Sie also mit einigem Spannungspotential. Das ist wie ein Muskelkater, wenn man untrainiert an einem Marathon teilnimmt. Nehmen Sie diese Verstimmungen am Weihnachtsfest als Aufforderung, wieder verstärkt in die Beziehung zu investieren.
  • Verhalten Sie sich friedlich, seien sie sich bewusst, dass Sie meist an den Schwierigkeiten beteiligt sind. Und nehmen Sie eine Auszeit, wenn es zuhause schwierig wird. Gehen Sie notfalls eine halbe Stunde spazieren.
  • Und machen Sie auch Geschenke, die zur Verbesserung der Beziehung beitragen. Schenken Sie Aktivitäts-Gutscheine. Was meist klappt, sind gemeinsame Unternehmungen, wo man nicht viel reden muss. Doch mehr Nähe entsteht, wenn man dem Partner einen Gutschein für persönliche Massagen schenkt. Aber die intensivste Nähe ist möglich, wenn wir einen Liebesbrief schreiben. Der muss nicht romantisch-kitschig sein. Vielmehr sollten wir beschreiben: was ist an der Partnerin so besonders, was unterscheidet sie von allen anderen Menschen, dass wir trotz aller Probleme gern mit ihr zusammen sind. Und wenn dies alles nicht mehr hilft: vielleicht schenken Sie dem anderen einen Gutschein für eine gemeinsame Paartherapie?

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Dr. Wolfgang Krüger:

Kostenloser Abdruck bei Erwähnung des Buches:

’Freiraum für die Liebe, Nähe und Abstand in der Partnerschaft, Kreuz Verlag, 14,95 Euro

krueger-berlin@web.dewww.dr-wolfgang-krueger.de Tel.: 030/397.42.592

 

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Presseerklärung

Freiraum für die Liebe
Nähe und Abstand in der Partnerschaft

Wolfgang Krüger


Wir suchen Nähe und brauchen gleichzeitig unsere Freiheit. Das ist der Kernkonflikt der Liebe. Am Anfang sind wir ein Herz und eine Seele. Wir können uns kaum vom anderen trennen. Aber bald brauchen wir wieder mehr Abstand und Nähe-Distanz-Konflikte durchziehen dann jede Liebesbeziehung
 

  • Sie will mit ihm reden, ihm wird das zu viel und zieht sich in den Hobbykeller zurück
  • Abends will er mit ihr schlafen, nun ist sie verstimmt und blockt ab…
  • Doch sie signalisiert am nächsten Morgen Nähe, indem sie ihm Brötchen mitbringt
  • Sie umarmt ihn dann fest – ihm wird das zu viel und redet von seiner Steuererklärung
  • Doch er merkt zum Abschied, wie traurig sie schaut und gibt ihr einen zarten Kuss…
  • Und am Abend sitzen sie auf dem Balkon, halten sich im Arm und reden…

 
Das ist ein dramatisches Drehbuch von Nähe und Distanz, das es in jeder Partnerschaft gibt. Deshalb müssen wir lernen, geschickt durch die vier Brücken der Nähe: offene Gespräche, intensives Küssen, Zärtlichkeiten und leidenschaftliche Sexualität immer wieder Nähe herzustellen. Wir müssen aber auch die Distanzbedürfnisse des Partners respektieren. Wenn sich dieser bedrängt fühlt, wird er immer flüchten. Die Kunst der Liebe darin, dass man eine stabile Nähe herstellt, dem anderen aber ausreichend Freiheit lässt. Doch dies funktioniert nur, wenn die Nähe-Distanz-Muster schon am Beginn der Liebe halbwegs übereinstimmen. Diese Muster lassen sich nur begrenzt ändern, weil sie auch dem Sicherheitsstreben eines Menschen entspringen.
 
Um den Freiheitsbedürfnissen des Partners erfolgreich umzugehen, muss man eine große emotionale Sensibilität erwerben. Und dann sollte man die goldenen Regeln der Nähe beherzigen:

  • Dazu gehören z.B. das Gummibandprinzip (Ich komme, wenn Du gehst),
  • ich sollte die Distanz des Partners grundsätzlich respektieren
  • man muss eigene Freundschaften haben (damit man über einen sozialen Handlungsspielraum verfügt
  • Wir müssen die eigenen Nähe- und Distanzmuster der eigenen Kindheit kennen
  • Wir sollten gelegentlich Werbungsoffensiven unternehmen, vor allem durch Anerkennung
  • Und dies müssen wir immer wieder überprüfen, weil jeder Partner andere Nähemuster hat.
  • Und wenn dies alles nicht hilft, entstehen Notmuster der Nähe
  • Wir werden krank, depressiv und manchmal ist auch eine Schwangerschaft der Versuch, eine Nähe herzustellen…

Die Nähe ist der stabile Klebstoff der Liebe, doch dieser kann in Belastungssituationen verloren gehen. Allerdings überwiegt heutzutage bei vielen Menschen der Wunsch nach Freiheit, sie haben eine massive Rückzugsneigung und eine große Trennungsbereitschaft. Vor allem in Konfliktzeiten wird dann nicht genügend Nähe aufrechterhalten. Der häufigste Trennungsgrund ist daher der Verlust an Nähe. In seinem neuen Buch zeigt der Psychotherapeut Wolfgang Krüger anschaulich und konkret, worin die Kunst der Nähe besteht und worauf Paare besonders achten sollten. Eine praktische Orientierung zu dem Dauerthema der Liebe.
 

Dr. Wolfgang Krüger: Freiraum für die Liebe – Nähe und Abstand in der Partnerschaft

Kreuz Verlag, 14,95 Euro
Rezensionsexemplare bitte anfordern: Thiele@herder.de
Kontaktadresse für Interviews: krueger-berlin@web.deTel.: 030/397.42.592

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