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Friede, Freude, Ehekonflikte
Obgleich sich 60% der Bevölkerung nach einer
Allensbach-Umfrage auf das Weihnachtsfest freuen, steht Weihnachten auf einer
Stress-Skala von 1 bis 100 auf Platz 12.
Polizei, Beratungsstellen und Rettungsdienste sind rund um die Uhr im Einsatz.
Weihnachten bietet nur zu oft Anlass für einen heftigen Ehekrach. In jeder
sechsten Deutschen herrscht deshalb zuhause eine angespannte Stimmung, bei 5%
vergeht kein Weihnachtsfest ohne handfesten Krach. 1/3 aller Trennungen
erfolgen nach dem Weihnachtsfest.
- Hauptursache
für diese Konfliktstimmung ist der Beziehungs-Stress. Nachdem man sich
monatelang aus dem Weg gegangen ist, haben wir nun die Erwartung, dass es ein
Fest des Friedens sein sollte. Unsere Erwartungen an das Weihnachtsfest
sind von einer übersteigerten Romantik geprägt. Doch es ist realistisch
davon auszugehen, dass wir uns auch am Weihnachtsfest genau wenig
verstehen wie sonst.
- Rechnen
Sie also mit einigem Spannungspotential. Das ist wie ein Muskelkater, wenn
man untrainiert an einem Marathon teilnimmt. Nehmen Sie diese
Verstimmungen am Weihnachtsfest als Aufforderung, wieder verstärkt in die
Beziehung zu investieren.
- Verhalten
Sie sich friedlich, seien sie sich bewusst, dass Sie meist an den
Schwierigkeiten beteiligt sind. Und nehmen Sie eine Auszeit, wenn es
zuhause schwierig wird. Gehen Sie notfalls eine halbe Stunde spazieren.
- Und
machen Sie auch Geschenke, die zur Verbesserung der Beziehung beitragen.
Schenken Sie Aktivitäts-Gutscheine. Was meist klappt, sind gemeinsame
Unternehmungen, wo man nicht viel reden muss. Doch mehr Nähe entsteht,
wenn man dem Partner einen Gutschein für persönliche Massagen schenkt.
Aber die intensivste Nähe ist möglich, wenn wir einen Liebesbrief
schreiben. Der muss nicht romantisch-kitschig sein. Vielmehr sollten wir
beschreiben: was ist an der Partnerin so besonders, was unterscheidet sie
von allen anderen Menschen, dass wir trotz aller Probleme gern mit ihr
zusammen sind. Und wenn dies alles nicht mehr hilft: vielleicht schenken
Sie dem anderen einen Gutschein für eine gemeinsame Paartherapie?
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Dr. Wolfgang Krüger:
Kostenloser Abdruck bei Erwähnung des
Buches:
’Freiraum für die Liebe, Nähe und
Abstand in der Partnerschaft, Kreuz Verlag, 14,95 Euro
krueger-berlin@web.de
– www.dr-wolfgang-krueger.de Tel.: 030/397.42.592
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Presseerklärung
Freiraum für die Liebe
Nähe und Abstand in der Partnerschaft
Wolfgang Krüger
Wir suchen Nähe und brauchen gleichzeitig unsere Freiheit. Das ist der
Kernkonflikt der Liebe. Am Anfang sind wir ein Herz und eine Seele. Wir können
uns kaum vom anderen trennen. Aber bald brauchen wir wieder mehr Abstand und
Nähe-Distanz-Konflikte durchziehen dann jede Liebesbeziehung
-
Sie will mit ihm reden, ihm wird das zu viel und zieht sich in den
Hobbykeller zurück
-
Abends will er mit ihr schlafen, nun ist sie verstimmt und blockt ab…
-
Doch sie signalisiert am nächsten Morgen Nähe, indem sie ihm Brötchen
mitbringt
-
Sie umarmt ihn dann fest – ihm wird das zu viel und redet von seiner
Steuererklärung
-
Doch er merkt zum Abschied, wie traurig sie schaut und gibt ihr einen
zarten Kuss…
-
Und am Abend sitzen sie auf dem Balkon, halten sich im Arm und reden…
Das ist ein dramatisches Drehbuch von Nähe und Distanz, das es in jeder
Partnerschaft gibt. Deshalb müssen wir lernen, geschickt durch die vier
Brücken der Nähe: offene Gespräche, intensives
Küssen, Zärtlichkeiten und leidenschaftliche Sexualität immer wieder Nähe
herzustellen. Wir müssen aber auch die Distanzbedürfnisse des Partners
respektieren. Wenn sich dieser bedrängt fühlt, wird er immer flüchten. Die Kunst
der Liebe darin, dass man eine stabile Nähe herstellt, dem anderen aber
ausreichend Freiheit lässt. Doch dies funktioniert nur, wenn die
Nähe-Distanz-Muster schon am Beginn der Liebe halbwegs übereinstimmen. Diese
Muster lassen sich nur begrenzt ändern, weil sie auch dem Sicherheitsstreben
eines Menschen entspringen.
Um den Freiheitsbedürfnissen des Partners erfolgreich umzugehen, muss man eine
große emotionale Sensibilität erwerben. Und dann sollte man die goldenen Regeln
der Nähe beherzigen:
-
Dazu gehören z.B. das Gummibandprinzip (Ich komme, wenn Du gehst),
-
ich sollte die Distanz des Partners grundsätzlich respektieren
-
man muss eigene Freundschaften haben (damit man über einen sozialen Handlungsspielraum
verfügt
-
Wir müssen die eigenen Nähe- und Distanzmuster der eigenen Kindheit kennen
-
Wir sollten gelegentlich Werbungsoffensiven unternehmen, vor allem durch
Anerkennung
-
Und dies müssen wir immer wieder überprüfen, weil jeder Partner andere
Nähemuster hat.
-
Und wenn dies alles nicht hilft, entstehen Notmuster der Nähe
-
Wir werden krank, depressiv und manchmal ist auch eine Schwangerschaft der
Versuch, eine Nähe herzustellen…
Die Nähe ist der stabile Klebstoff der Liebe, doch dieser kann in
Belastungssituationen verloren gehen. Allerdings überwiegt heutzutage bei
vielen Menschen der Wunsch nach Freiheit, sie haben eine massive
Rückzugsneigung und eine große Trennungsbereitschaft. Vor allem in
Konfliktzeiten wird dann nicht genügend Nähe aufrechterhalten. Der häufigste
Trennungsgrund ist daher der Verlust an Nähe. In seinem neuen Buch zeigt der
Psychotherapeut Wolfgang Krüger anschaulich und konkret, worin die Kunst der
Nähe besteht und worauf Paare besonders achten sollten. Eine praktische
Orientierung zu dem Dauerthema der Liebe.
Dr. Wolfgang Krüger: Freiraum für die Liebe – Nähe und
Abstand in der Partnerschaft
Kreuz Verlag, 14,95 Euro
Rezensionsexemplare bitte anfordern: Thiele@herder.de
Kontaktadresse für Interviews: krueger-berlin@web.de
–Tel.: 030/397.42.592
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